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Schön und gut – so soll es sein

Was schreibt man über ein Buch, das zu schreiben über sechs Jahre gebraucht hat? Viel? Oder am liebsten nichtsmehr?

Der Untertitel des jüngsten Publikation heißt »was werte-orientierte Gestaltung verändern kann« und sagt im Grunde das Wichtigste bereits in einem Satz. Welches Potenzial hätte Gestaltung, hätte Design, wenn es sich nicht als Exekutive des Marketings sieht? Wenn es Sinn stifen und Nutzen schaffen will – unter der Prämisse, dass etwas nur dann wirklich gut ist, wenn es auch für alle Beteiligten gut ist. Nicht nur für den Auftraggeber.

Eine gewisse Kunst in solchen Kontexten ist es ja, schon so viel Apokalypse aufzufahren, dass man merkt: oh, stimmt, da muss man etwas tun, aber nicht so viel Endzeit, dass man denkt, da hilft eh nichts mehr. Deshalb sind in Teil 1 die Rahmenbedingungen, Entwicklungen und zukünftige Tendenzen beschrieben, ein Bezugs- und Explorationsrahmen gewissermaßen um in Teil 2 dann recht konkret aufzuzeigen, was man selbst als Designerin tun kann. Oder eben lassen, mitunter noch schwieriger. 

Freilich geht es nie um Patentlösungen oder Universalrezepte, schön wäre es, wenn man die hätte! Dennoch geht es um Aspekte, die für jeden relevant sind und die eigenen »Gestaltungsspielräume« aufzeigen. Dabei helfen dann schematische Darstellungen genauso wie viele Projekte von verschiedensten Gestaltern (im allerweitesten Sinn).

Auftraggeber
designgruppe koop