Im Raum gestalten –
für alle Sinne

Mitunter entwickeln sich (vor allem bei staatlichen Prestigevorhaben) Museen zu gewaltigen Materialschlachten. Dann wird die Form zum Inhalt und Selbstzweck – unser Herangehen stellt in aller Regel das Exponat in den Mittelpunkt. Seine Ausstrahlung, seine Originalität, seine Aura rechtfertigt doch letztlich den Museumsbesuch. Bilder bekomme ich in Büchern, oder wenn die Geduld nicht reicht, in wenigen Sekunden auf den Monitor. Lesen hingegen lässt sich auf dem Sofa angenehmer, als stehend vor einer Wand.

Ebenso ist das Museum, die Ausstellung – ergo der Raum in der Lage, eine dritte Dimension zu eröffnen. Das ist schön und bietet viele Möglichkeiten; dazu kommen Licht (oder eben Dunkelheit oder punktuelle Beleuchtung …), Temperatur, Oberflächen, also haptische Aspekte … und auch eine Dramaturgie lässt sich durch die pysisch gegebene Abfolge von Räumen sehr oft konsequent und spannungsvoll aufbauen. Das wir auf konservatorische und denkmalpflegerische Belange achten, ist selbstredend (genauso, wie auf die Budgets unserer Auftraggeber).

In unserem Büro vereinen und ergänzen sich verschiedene Fähigkeiten und Kompetenzen, von (inne)architektonischen oder kuratorischen, von Informationsdesign bis zu kunsthistorischen und denen des Projektmanagement. Julia Althaus als M.A. (Kunstgeschichte), Nadine Koop als Illustratorin und Gestalterin oder Andreas Koop (MAS design culture) … arbeiten bei diesen Projekten intensiv miteinander.

 

(Die Abbildung sollte vielleicht nicht unkommentiert bleiben: es ist das trostloseste Schaufenster eines längst geschlossenen Ladens in Wien – herrlich. Referenzen unserer Arbeiten finden Sie dann in aller Ausführlichkeit unter »Projekte« und »Szenografie«.)