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landschaftsprägend | die (natürlich per se glückliche)
kuh auf der weide ist eines der beliebtesten ikonografischen allgäu-sujets. zusammen mit bergen, käse und schuhplattler. doch leider macht auch der siegeszug der rationalisierung nicht vor der landwirtschaft halt – statt zehn kleinen bauern gibt es meist nur einen großen, eine agrarfabrik. deren kühe haben laufställe, manchmal sogar mit freiflächen und dachöffnungen, auf die weide kommen sie aber immer seltener. so verschwindet mit der kuh im stall mehr und mehr ein doch auch den einheimischen liebgewonnenes klischee.
stattdessen bekommen wir in nesselwang jetzt einen aldi, ein prima tausch. und so hanebüchen ist die vielleicht etwas zu direkt auf die hörner genommene kausalität ja beileibe nicht! so wird also langsam aus dem kuhdorf (einst ein verächtlich-abfälliger terminus) erst ein dorf, dann nur noch ein »ort«. und da wir unsere kühe und
ihr wunderbares – in anderen kulturkreisen ja nicht umsonst heiliges wesen – sehr schätzen (und sie deshalb auch nur in äußerst seltenen fällen essen!) haben wir ihnen auf unseren »genius loci«-seiten einen eigenen menüpunkt gewidmet und einige unserer vielen vielen kuhbilder eingebracht. eine hommage an die kuh – muh.
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