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positiv
stören

Vom Leben auf dem Lande

Aus drei Gebäuden besteht das Ensemble am Ortsrand von Rückholz. Der Schönewalder Weiher nicht weit, allerdings auch nicht die hochgradig konventionelle Landwirtschaft! Ein formales Spiel von Konstanz und Varianz, von Einfachheit und Spielerischem verbindet Wohn- und Bürogebäude – und die erkennbar »nachrangige« Garage mit dem flachen, langgestreckten Körper. Und so unkonventionell die beiden Häuser auf den ersten Blick vielleicht auch wirken mögen, sie haben doch einiges an traditionellen Aspekten: Satteldach, Holzfassade, Sprossenfenster (wenn auch von Kopenhagen inspiriert!) und Kubatur.

und sie
blüht doch

Unsere erste Seerose tauchte auf

Gefreut haben wir uns wie die Schneekönige über die erste – und gänzlich unerwartete, da dermaßen in Verzug! – Seerose in unserem Teich. Und witzig, auf dem Foto haben wir dann neben der leuchtend weißen Blüte noch zwei Frösche entdeckt. Eines davon vermutlich der Herr Frosch, dessen Hormone uns nur mehr bei geschlossenem Fenster im Frühjahr schlafen ließen.

Trockene Mauern mit viel Leben

Es war wieder einmal eine Valentineske: Die meisten Steine, die man in den Gärten stehen oder liegen sieht, kommen aus China, Vietnam oder Brasilien. Jetzt sind diese ja nicht eben leicht – aber der Schiffstransport offensichtlich günstig genug, damit sie billiger sind, als Natursteine aus Norditalien. Wahnsinn! Wir haben trotzdem die »heimischeren« gewählt und von Herrn Köpf zu wunderbaren Trockenmauern verarbeiten lassen. Ohne Beton, dafür mit vielen Wespen, Käfern und anderem Gewürm …

Rechnerisch im Plus

Die Photovoltaik ist schon eine saubere Sache – im wahrsten Sinn des Wortes. Und auch wenn hier »viel hilft viel« gilt, gibt es doch mehr und mehr »Auswüchse« an Solar-Sünden. Auf alten Bauernhöfen, aufgeständert oder vorgelagert … insofern war unser Bemühen die größtmögliche Unauffälligkeit. Das Solarzentrum Allgäu hat uns schwarze Module besorgt, die Unterkonstruktion angepasst und eine leistungsstarke Anlage installiert, die mehr Strom erzeugt, als wir selbst verbrauchen.

Erntehelfer

Unser Mika hat eine lustige Ernährung: er könnte alleine von Süßigkeiten (was jetzt nicht so unüblich leider ist) und Obst leben. En gros veschwinden bei uns alle Arten von Früchten – und auch bei den Sträuchern und Bäumen, die so langsam erste Ernten ermöglichen, ist er mit allerlei Getier und vielen Vögeln konkurrenzfähig.

Fassade und Flachdach

Alle Holzfassaden, nicht eben wenige in Summe, sind mit AURO-Naturfarben gestrichen. Die kleinen Vordachbereiche am Büro wurden begrünt – was man von den beiden Räumen auch gut sieht. Und auch, dass der Norden bewuchstechnische dem Süden doch arg hinterher hinkt!

Blumen blühen …

Auf den zuvor nicht landwirtschaftlich genutzten Flächen haben wir einen mageren und extensiven Rasen angelegt – mit einer Vielfalt und Vielzahl von Blüten und Blumen, die jedes Jahr überraschen. Schön kann so einfach sein!

Langsam wird er

Unser Teich am Bürogebäude ist noch etwas arg »klinisch« – aber so nach und nach wächst es in und um ihn herum. Zwei Frösche sind auch schon da und haben teilweise für einen Lärm gesorgt, der mit den Baumaschinen rund um uns herum konkurrieren kann. Jetzt scheint die Balz vorüber, das Fenster kann nachts wieder offen bleiben. Unglaublich, diese Viecher!

Mohn statt Teer

Unsere gesamten Wege und Parkflächen sind allesamt unversiegelt. Verfestigter Kies, der zwar nicht ganz so einfach im Winter zu räumen ist, aber Wasser aufnimmt und eine natürliche Fläche schafft. Auf der sind dieses Jahr unzählige Mohnblumen gewachsen. Woher auch immer!  

Oben grün, wo es unten nicht mehr ist

Die Garage mit ggf. verfügbaren Lager- und Abstellflächen hat unter sich zwar keine Wiese mehr, aber zumindest oben – auf dem Dach zeigt sich heute, ganz abgesehen davon, eine vermutlich weit höhrere Artenvielfalt, als auf der einst landwirtschaftlich gedüngten. Biodiversität ist irgendwie doch nicht auf den Regenwald beschränkt!